Sonntag, 24. April 2005

brief von brigitte, ist schon eine weile her

diary, 130601

gestern Ausflug nach Leoben, sitze im Park,
wunderschöne Blumen, Sonne, Sommer,
schwache Erinnerung an längst vergangene Sommertage,
neben mir ein Typ auf der Bank, schiebt eine Gasflasche auf Rädern mit sich herum,
die Sonne scheint heller auf meiner Seite.
warten auf ihn, nervös,
wieviele schmerzvolle Stunden und Nächte schon auf ihn gewartet,
warum nur?
Allerheiligen in Paris,
Am Grab von JP und Simone das Wunder gespürt,
Im Schlosspark von Versailles geliebt wie noch nie,
St Martin im November, des Käptns Ehrenwort,
wie soll ich den Schmerz nur aushalten,
laufen, laufen, laufen.......
er fickt derweil in Wr. Neustadt,
oder sonstwo,
eine nach der anderen.
warum dieses unsägliche Arschloch wieder sehen wollen,
der Kopf hat recht,
das Herz schlägt laut vor Freude.
unglaublich wie eh und je die perfekte Inszenierung,
gekonnt sein Spiel,
ich lass mich fallen,
hat man schon jemals vom Aufstand der Marionetten gehört?
ich wollte so vieles fragen
stattdessen sauge ich auf,
neue Bilder meiner Sehnsucht.
das kleine alte Flämmchen darf noch ein wenig flackern.
Frohn-Leichnam,
wieviele Tränen hat ein Mensch?
die Ärzte in Amerika sollen gut sein...

...

Marie aus baden kann sich nicht an bitteren elektrobrief erinnern.Sie weint keineswegs, sie schließt nur ein kapitel ihres lebensbuches und hätte sich ein faireres ende gewünscht...Dann wirst du morgen nicht mehr sein als nur ein stein auf meinem weg. Wölfchen, lapine verabschiedet sich und wünscht dir alles erdenklich gute! Un dernier bisou.

abendgedanken zu immanuel kant und seinem ZERO

Ein Körper in Bewegung ist etwas, ein Körper, der nicht in Bewegung ist, ist auch etwas (cogitabile); allein ein Körper, der in Bewegung und in eben demselben Verstande zugleich nicht in Bewegung wäre, ist gar nichts.
[Immanuel Kant: Versuch den Begriff der negativen Größen in die Weltweisheit einzuführen, S. 8. Digitale Bibliothek Sonderband: Kant: Werke, S. 250 (vgl. Kant-W Bd. 2, S. 783)]

Denn was durch die eine Tendenz, wenn sie allein wäre, gesetzt wird, wird durch die andere aufgehoben, und beide Tendenzen sind wahrhafte Prädikate eines und eben desselben Dinges, die ihm zugleich zukommen. Die Folge davon ist auch nichts, aber in einem andern Verstande wie beim Widerspruch (nihil privativum, repraesentabile). Wir wollen dieses Nichts künftighin Zero = 0 nennen,
[Immanuel Kant: Versuch den Begriff der negativen Größen in die Weltweisheit einzuführen, S. 9. Digitale Bibliothek Sonderband: Kant: Werke, S. 251 (vgl. Kant-W Bd. 2, S. 783)]


Man siehet leicht ein: daß dieses Zero ein verhältnismäßiges Nichts sei, indem nämlich nur eine gewisse Folge nicht ist,
[Immanuel Kant: Versuch den Begriff der negativen Größen in die Weltweisheit einzuführen, S. 10. Digitale Bibliothek Sonderband: Kant: Werke, S. 252 (vgl. Kant-W Bd. 2, S. 784)]


Auf solche Weise sind Dinge, deren eins als die Negative des andern betrachtet wird, beide vor sich betrachtet positiv, allein, in einem Subjekte verbunden, ist die Folge davon das Zero. Die Fahrt gegen Abend ist eben so wohl eine positive Bewegung, als die gegen Morgen, nur in eben demselben Schiffe heben sich die dadurch zurückgelegte Wege einander ganz oder zum Teil auf.
[Immanuel Kant: Versuch den Begriff der negativen Größen in die Weltweisheit einzuführen, S. 17. Digitale Bibliothek Sonderband: Kant: Werke, S. 259 (vgl. Kant-W Bd. 2, S. 789)]

Es ist die Frage: Ob Unlust lediglich ein Mangel der Lust, oder ein Grund der Beraubung derselben, der an sich selbst zwar was Positives, und nicht lediglich das kontradiktorische Gegenteil von Lust, ihr aber im Realverstande entgegengesetzt sei, und also ob die Unlust eine negative Lust könne genannt werden. Nun lehret gleich anfangs die innere Empfindung: daß die Unlust mehr als eine bloße Verneinung sei. Denn was man auch nur vor Lust haben mag, so fehlt hiebei doch immer einige mögliche Lust, so lange wir eingeschränkte Wesen sind.
[Immanuel Kant: Versuch den Begriff der negativen Größen in die Weltweisheit einzuführen, S. 22. Digitale Bibliothek Sonderband: Kant: Werke, S. 264 (vgl. Kant-W Bd. 2, S. 792)]

Die Schätzung des ganzen Werts der gesamten Lust in einem vermischten Zustande würde auch sehr ungereimt sein, wenn Unlust eine bloße Verneinung und dem Zero gleich wäre.
[Immanuel Kant: Versuch den Begriff der negativen Größen in die Weltweisheit einzuführen, S. 24. Digitale Bibliothek Sonderband: Kant: Werke, S. 266 (vgl. Kant-W Bd. 2, S. 793)]


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kürzlich wieder dort...
..siehe da! seither niemand mehr an salzhering gestorben, wohl...
trollio - 24. Aug, 23:49
UI
ja wie geht denn sowas? blog voll? blogkarambolage? uiu i
ZuN - 22. Jun, 17:57
sehr interessant..
dieser blog, mathematikus.. ich hatte mathematische...
aufeinneues - 12. Dez, 13:37
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